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Die
deutschen Landschaften sind außerordentlich vielfältig. Niedrige
und hohe Gebirgszüge wechseln mit Hochflächen, Hügel-, Berg- und
Seenlandschaften und weiten Ebenen. Von Norden nach Süden ist
Deutschland in fünf große Landschaften geteilt:Das Norddeutsche Tiefland prägen seenreiche, hügelige Landschaften, die durchsetzt sind von Heiden, Mooren und fruchtbaren Böden hin zur Mittelgebirgsschwelle. Zu den Tieflandbuchten gehören die Niederrheinische, die Westfälische und die Sächsisch-Thüringische Bucht. Den Küsten vorgelagert sind in der Nordsee zahlreiche Inseln wie Borkum, Norderney, Sylt und Helgoland. In der Ostsee liegen Rügen, Hiddensee und Fehmarn. Die Ostseeküste ist teils sandige Flachküste, teils felsige Steilküste. Zwischen Nord- und Ostsee liegt das niedrige Hügelland der Holsteinischen Schweiz. Die Mittelgebirgsschwelle trennt den Norden vom Süden Deutschlands. Das Tal des Mittelrheins und die hessischen Senken dienen als natürliche Leitlinien des Nord-Süd-Verkehrs. Zu den Mittelgebirgen gehören Hunsrück, Eifel, Taunus und Westerwald. Im Herzen Deutschlands findet sich die Gebirgsinsel des Harzes. Im Osten liegen unter anderen der Bayerische Wald, das Fichtelgebirge und das Erzgebirge. Am Rande der Oberrheinischen Tiefebene liegen der Schwarzwald, der Spessart und die Schwäbische Alb. In einem engen Tal zwängt sich der Rhein, die wichtigste Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung, durch das Rheinische Schiefergebirge. Das Süddeutsche Alpenvorland ist geprägt durch Hügel und große Seen im Süden, dazu weite Schotterebenen, das Unterbayerische Hügelland und die Donauniederung. Charakteristisch für diese Landschaft sind Moorgebiete, kuppenförmige Hügelketten mit Seen (Chiemsee, Starnberger See) und kleine Dörfer. Der deutsche Teil der Alpen zwischen dem Bodensee und Berchtesgaden umfasst nur einen schmalen Anteil dieses Gebirges. Er beschränkt sich auf die Allgäuer Alpen, die Bayerischen Alpen und die Berchtesgadener Alpen. Eingebettet in die Bergwelt der Alpen sind malerische Seen, wie zum Beispiel der Königssee bei Berchtesgaden, und beliebte Fremdenverkehrsorte wie Garmisch- Partenkirchen und Mittenwald. ![]() |
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Deutschland
liegt in der gemäßigt kühlen Westwindzone zwischen dem
Atlantischen Ozean und dem Kontinentalklima im Osten.
Große Temperaturschwankungen sind selten. Niederschlag
fällt zu allen Jahreszeiten. Im Winter schwankt die
Durchschnittstemperatur zwischen 1,5 Grad Celsius im
Tiefland und - 6 Grad Celsius im Gebirge. Die
Mittelwerte im Juli liegen bei 18 Grad Celsius im
Tiefland und bei 20 Grad Celsius in den geschützten
Tälern des Südens. Ausnahmen bilden der obere
Rheingraben mit seinem sehr milden Klima, Oberbayern mit
dem zeitweilig auftretenden Föhn, einem warmen alpinen
Südwind, und der Harz, der mit seinen rauen Winden,
kühlen Sommern und schneereichen Wintern eine eigene
Klimazone bildet.![]() |
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In Deutschland leben rund 82,6 Millionen Menschen.
Davon sind rund 7,3 Millionen Bürger nichtdeutscher
Herkunft. Das entspricht einem Anteil an der
Gesamtbevölkerung von 8,9 Prozent. Zugleich bedeutet es
Vielfalt, zu der auch die in Deutschland lebenden
Migranten, die nationalen Minderheiten, Regionen und
Länder mit ihren Traditionen und Mundarten beitragen.
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Die Bevölkerung in Deutschland ist regional sehr unterschiedlich
verteilt. Rund ein Drittel der Einwohner, etwa 25 Millionen,
lebt in 82 Großstädten. Rund 50,5 Millionen leben in Gemeinden
und Städten zwischen 2.000 und 100.000 Einwohnern. Etwa 6,4
Millionen Menschen sind in Ortschaften mit bis zu 2.000
Einwohnern zu Hause. Der seit der deutschen Vereinigung schnell
wachsende Einzugsbereich von Berlin umfasst derzeit mehr als 4,3
Millionen Einwohner. Im Industriegebiet an Rhein und Ruhr, wo
die Städte ohne deutliche Abgrenzung ineinander übergehen, leben
mehr als elf Millionen Menschen, das sind etwa 1.100 pro
Quadratkilometer. Diesen dicht bevölkerten Regionen stehen sehr
schwach besiedelte Gebiete wie weite Teile der Mark Brandenburg
und Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber.
Deutschland zählt mit neun Neugeborenen auf 1.000 Einwohner pro Jahr zu den Ländern mit den niedrigsten Geburtenraten der Welt. Es werden zu wenig Kinder zu spät geboren. Frauen bekommen ihr erstes Kind meist erst mit Anfang 30, und auf jede Frau kommen derzeit im Schnitt nur 1,3 Kinder. Die Einwohnerzahl Deutschlands blieb in den letzten Jahren dennoch stabil. Das Geburtendefizit wurde durch den Zuzug von rund 3 Millionen Migranten ausgeglichen. Die niedrige Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung – für einen heute neugeborenen Jungen liegt sie in Deutschland bei 74,4 und für ein gerade zur Welt gekommenes Mädchen bei 80,6 Jahren – wirken sich jedoch auf den Altersaufbau der Bevölkerung aus. Der Anteil der über 60-Jährigen wird voraussichtlich von heute 23 auf etwa 30 Prozent im Jahr 2030 ansteigen, das Verhältnis zwischen dem Teil der Bevölkerung, der sich aktiv am Erwerbsleben beteiligt, und dem Bevölkerungsanteil im Rentenalter verschiebt sich hin zu den aus dem Erwerbsleben ausgeschiedenen Personen. Die Familie ist immer noch die bevorzugte Form des Zusammenlebens. Die große Mehrheit der Einwohner lebt in einer Familie, fast die Hälfte in einer traditionellen Familie von einem Ehepaar mit Kindern. Es gibt jedoch eine Tendenz zur Kleinfamilie bei wachsender Zahl der Haushalte. Jeder vierte Bewohner einer Großstadt lebt allein, auf dem Land und in Kleinstädten ist es etwa jeder siebte. Rund 2,4 Millionen Menschen, überwiegend Frauen, wohnen allein mit ihren Kindern |
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Deutsch gehört zur großen Gruppe der indogermanischen
Sprachen und innerhalb dieser zu den germanischen Sprachen.
Es ist mit der dänischen, der norwegischen und der
schwedischen Sprache, mit dem Niederländischen, aber auch
mit dem Englischen verwandt. Im ausgehenden Mittelalter gab
es eine Vielzahl von regionalen Schriftsprachen. Mit der
weiten Verbreitung von Luthers Bibelübersetzung setzte sich
allmählich eine einheitliche Schriftsprache durch, die im
Wesentlichen auf der sächsischen (Meißner) Kanzleisprache
beruht. In Deutschland werden viele Mundarten gesprochen. Dialekt und Aussprache verraten meist, aus welcher Gegend jemand stammt. Sprächen ein Mecklenburger und ein Bayer in ihrer jeweiligen Mundart miteinander, verstünde der eine den anderen nur schwer. Einst lebten auf dem heutigen Gebiet Deutschlands verschiedene Stämme wie Franken, Sachsen, Schwaben und Bayern. Heute sind diese alten Stämme in ihrer ursprünglichen Gestalt längst nicht mehr vorhanden, doch leben ihre Traditionen und Dialekte in regionalen Gruppen fort. Deutsch als Muttersprache wird heute noch in Österreich, in Liechtenstein, im größten Teil der Schweiz, in Südtirol (Norditalien), in Nordschleswig (Dänemark) und in kleineren Gebieten in Belgien und Luxemburg entlang der Grenze zu Deutschland gesprochen. Auch die deutschen Minderheiten in Polen, Rumänien und in den Ländern der einstigen Sowjetunion haben die deutsche Sprache zum Teil bewahrt. Deutsch ist die Muttersprache von über 100 Millionen Menschen. Etwa jedes zehnte Buch, das weltweit erscheint, ist in deutscher Sprache geschrieben. |
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In Deutschland leben vier nationale Minderheiten: die dänische
Minderheit, die friesische Volksgruppe in Deutschland, die
deutschen Sinti und Roma und das sorbische Volk. Diese vier
Gruppen fallen unter das „Rahmenübereinkommen des Europarates
zum Schutz nationaler Minderheiten“, das von Deutschland 1997
ratifiziert wurde. Die Sprachen dieser Minderheiten - Dänisch,
Nord- und Saterfriesisch, Romanes, Nieder- und Obersorbisch -
erfahren Förderung aufgrund der Europäischen Charta der
Regional- oder Minderheitensprachen, von Deutschland 1998
ratifiziert. Die ca. 50.000 Dänen deutscher Staatsangehörigkeit siedeln im schleswigholsteinischen Landesteil Schleswig und bilden dort seit dem 1864 für Dänemark verlorenen Krieg eine Minderheit. Die Friesen sind als Volk der Küstenregion an der Nordsee etwa seit Beginn der Zeitrechnung bekannt (zunächst im niederländischen Westfriesland und im deutschen Ostfriesland). Nach Nordfriesland wanderten die Friesen etwa im 7. Jahrhundert zu, in das Saterland zwischen 1100 und 1400. Sinti und Roma werden in historischen Dokumenten in Deutschland seit dem 14. Jahrhundert ausdrücklich erwähnt. Die auf 70.000 geschätzten Sinti und Roma deutscher Staatsangehörigkeit wohnen vor allem in den großstädtischen Agglomerationen, aber auch in kleineren Städten in ganz Deutschland.
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In der Bundesrepublik Deutschland leben heute rund 7,3
Millionen Ausländer, das entspricht 8,9 Prozent der
Gesamtbevölkerung. Zwischen Mitte der fünfziger Jahre bis
Ende 1973 kamen viele ausländische Arbeitnehmer nach
Deutschland. Die expandierende Wirtschaft brauchte
zusätzliche Arbeitskräfte, die insbesondere in den
Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes, zunächst in Italien,
anschließend in Spanien, Portugal, dem ehemaligen
Jugoslawien, der Türkei, aber auch in Tunesien und Marokko
angeworben wurden. Viele von ihnen blieben in Deutschland
und holten ihre Familienangehörigen nach. Ende 2003 lebten
etwa ein Drittel der Ausländer länger als 20 Jahre, etwa
zwei Drittel schon mehr als acht Jahre in Deutschland. Mehr
als zwei Drittel der in Deutschland lebenden ausländischen
Kinder wurden hier geboren. Seit dem Jahre 2000 erwerben
hier geborene Kinder ausländischer Eltern unter bestimmten
Voraussetzungen auch die deutsche Staatsangehörigkeit.![]() Türkische Fußballfans in Berlin Die Mehrzahl der hier lebenden Ausländer hat sich integriert, viele von ihnen haben Führungspositionen erreicht oder sich selbstständig gemacht. Eheschließungen zwischen Ausländern und Deutschen nehmen zu und werden zu Selbstverständlichkeiten. Etwa 3,2 Millionen Ausländer haben seit 1970 die deutsche Staatsangehörigkeit erworben. ![]() |
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Die Zusammensetzung der Bevölkerung in Deutschland hat sich
in den zurückliegenden Jahrzehnten erheblich verändert.
Neben den im Ausland angeworbenen Arbeitnehmern und den
nachgezogenen Familienangehörigen kamen in der Folge des
Zweiten Weltkrieges etwa 2,5 Millionen deutsche
Staatsangehörige und deutsche Volkszugehörige mit ihren
Familienangehörigen ins Bundesgebiet; nach dem Zusammenbruch
des Ostblocks verstärkt aus Gebieten der ehemaligen
Sowjetunion. Seit Mitte 1990 wurden über 190.000 jüdische
Emigranten aus den Nachfolgestaaten der Sowjetunion
aufgenommen. Ferner kamen und kommen aus allen Teilen der
Welt politische Verfolgte und - um temporären Schutz zu
finden - Bürgerkriegsflüchtlinge aus Krisenregionen
(beispielsweise aus Bosnien-Herzegowina), die inzwischen
fast alle Deutschland wieder verlassen haben. Die
Globalisierung der Wirtschaft und die allgemein gestiegene
Mobilität werden zu weiteren Wanderungsbewegungen führen.
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Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit |
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Im Januar 2000 trat das Gesetz zur Reform des
Staatsangehörigkeitsrechts in Kraft, das den Erwerb der
deutschen Staatsangehörigkeit erleichtert. In Deutschland
geborene Kinder ausländischer Eltern erwerben nun mit der
Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit. Voraussetzung ist,
dass ein Elternteil sich seit acht Jahren rechtmäßig in
Deutschland aufhält und eine Aufenthaltsberechtigung oder
seit drei Jahren eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis
besitzt. Wenn diese Kinder aufgrund ihrer Abstammung zudem
eine andere Staatsangehörigkeit erwerben, haben sie bei
Volljährigkeit zwischen der deutschen und der ausländischen
Staatsangehörigkeit zu wählen. Kindern, die am 1. Januar 2000 noch keine zehn Jahre alt waren, räumte das Gesetz einen bis zum 31. Dezember 2000 befristeten besonderen Einbürgerungsanspruch zu den gleichen Bedingungen ein. Zudem erhalten Ausländerinnen und Ausländer bereits nach acht statt bisher 15 Jahren einen Anspruch auf Einbürgerung. Dieser Anspruch ist abhängig von ausreichenden Kenntnissen der deutschen Sprache und einem Bekenntnis zur Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. Die Einbürgerung von politisch extremistischen Ausländern ist durch eine "Schutzklausel" ausgeschlossen, die durch das Terrorismusbekämpfungsgesetz nochmals konkretisiert wurde. Grundsätzlich wird bei der Einbürgerung die Aufgabe der bisherigen Staatsangehörigkeit verlangt. Ausnahmen sind im Gesetz geregelt. Beim Erwerb einer ausländischen Staatsangehörigkeit auf eigenen Antrag geht die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch verloren, unabhängig davon, ob der Wohnsitz im Inland fortbesteht. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit erweitert, eine Genehmigung zur Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit zu erhalten. Spätaussiedler erwerben die deutsche Staatsangehörigkeit automatisch mit der Ausstellung der Spätaussiedlerbescheinigung. Durch das im Januar 2005 in Kraft tretende Zuwanderungsgesetz werden die staatsangehörigkeitsrechtlichen Vorschriften, die bisher teilweise im Ausländergesetz geregelt waren, in das Staatsangehörigkeitsgesetz übernommen. |
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Die Länder |
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Das Weltkulturerbe |
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Copyright |
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Auswärtiges Amt Abteilung Kommunikation Referat K 03 Werderscher Markt 1 D-10117 Berlin Internet: www.auswaertiges-amt.de E-Mail: k03-s@auswaertiges-amt.de |
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| Diese Seite ist eine Kopie von der Homepage des
Auswärtigen Amtes in Berlin und ist zur weiteren
Veröffentlichung freigegeben. http://www.tatsachen-ueber-deutschland.de/385.0.html |
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| Bildnachweise
Titel: Artevent, Wien (Siegfried Layda) Fotos: Auswärtiges Amt, BBS, BMW, Bundesbildstelle, Bundeskriminalamt, Bundesrechnungshof, DAAD, DaimlerCrysler, Deutsche Telekom, Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT), DFG, DLR, dpa/picture alliance, FernUniversität Hagen, Fraunhofer-Gesellschaft, Fremdenverkehrsamt München, Goethe-Institut, mauritius, MPG/Wolfgang Filser, Partner für Berlin/FTB-Werbefotografie, Presse- und Informationsamt des Landes Berlin/G. Schneider, Siemens, VW Karten: Westermann Schaubilder: Deutscher Bundestag/Media Consulta Karl-Heinz Döring |
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Die
deutschen Landschaften sind außerordentlich vielfältig. Niedrige
und hohe Gebirgszüge wechseln mit Hochflächen, Hügel-, Berg- und
Seenlandschaften und weiten Ebenen. Von Norden nach Süden ist
Deutschland in fünf große Landschaften geteilt:
Deutschland
liegt in der gemäßigt kühlen Westwindzone zwischen dem
Atlantischen Ozean und dem Kontinentalklima im Osten.
Große Temperaturschwankungen sind selten. Niederschlag
fällt zu allen Jahreszeiten. Im Winter schwankt die
Durchschnittstemperatur zwischen 1,5 Grad Celsius im
Tiefland und - 6 Grad Celsius im Gebirge. Die
Mittelwerte im Juli liegen bei 18 Grad Celsius im
Tiefland und bei 20 Grad Celsius in den geschützten
Tälern des Südens. Ausnahmen bilden der obere
Rheingraben mit seinem sehr milden Klima, Oberbayern mit
dem zeitweilig auftretenden Föhn, einem warmen alpinen
Südwind, und der Harz, der mit seinen rauen Winden,
kühlen Sommern und schneereichen Wintern eine eigene
Klimazone bildet.
In Deutschland leben rund 82,6 Millionen Menschen.
Davon sind rund 7,3 Millionen Bürger nichtdeutscher
Herkunft. Das entspricht einem Anteil an der
Gesamtbevölkerung von 8,9 Prozent. Zugleich bedeutet es
Vielfalt, zu der auch die in Deutschland lebenden
Migranten, die nationalen Minderheiten, Regionen und
Länder mit ihren Traditionen und Mundarten beitragen.





Eine moderne Einwanderungspolitik gibt Antworten auf diese
gesellschaftliche Herausforderung: Vom 1. Januar 2005 an
regelt Deutschland die Zuwanderung und den Aufenthalt von
Ausländern erstmals in einem Gesetz. Kernpunkte sind die
Öffnung des Arbeitsmarktes für Hochqualifizierte sowie eine
bewusste Integrationspolitik. Damit öffnet sich Deutschland
weiter als bisher als Einwanderungsland. So können
ausländische Studierende nach erfolgreichem
Hochschulabschluss jetzt bis zu einem Jahr in Deutschland
bleiben, um einen Arbeitsplatz zu finden. Anschließend
können sie ihre Aufenthaltserlaubnis verlängern
beziehungsweise eine - unbefristete -
Niederlassungserlaubnis beantragen. Hochqualifizierte können
sogar direkt eine Niederlassungserlaubnis erhalten. Auch
ausländischen Unternehmern, die in Deutschland Arbeitsplätze
schaffen wollen oder über ein gewisses Eigenkapital
verfügen, wird die Niederlassung erleichtert. Das neue
Zuwanderungsgesetz dient so auch der Verbesserung der
Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, zudem
verleiht es der Spitzenforschung durch einen höheren Grad an
Internationalisierung neue Impulse. Das Gesetz vereinfacht
darüber hinaus das Aufenthaltsrecht insgesamt, fördert die
Integration von Nicht-EU-Ausländern durch obligatorische
Sprachkurse und beschleunigt Asylverfahren. Es erleichtert
aber auch - vor dem Hintergrund der Terrorismusbekämpfung -
die Ausweisung von Ausländern, die als gefährlich eingestuft
werden. Mehr zum Zuwanderungsgesetz in der Zeitschrift
"Deutschland".





